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Google-Ads-Kampagnentypen: Welcher passt zu deinem Ziel?

aktualisiert am: 07.05.2026 | 11:35 Uhr
Head of SEA

In diesem Artikel erfährst du, welche Google-Ads-Kampagnentypen am relevantesten sind, wofür sie sich am besten eignen und wie du die richtige Kombination für dein Projekt findest. Weitere Tipps für die Google-Ads-Optimierung haben wir in einem eigenen Artikel für dich zusammengefasst.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Es gibt sechs zentrale Google-Ads-Kampagnentypen: Suchkampagnen, Shopping, Performance Max, Display, Demand Gen und YouTube.
  • Nicht jeder Kampagnentyp passt zu jedem Ziel – die Wahl des richtigen Typs ist einer der häufigsten Fehler in Google Ads.
  • Suchkampagnen eignen sich besonders für Dienstleistungen und Produkte mit konkreter Kaufabsicht.
  • Performance Max bietet große Reichweite, aber weniger Kontrolle – und funktioniert am besten mit ausreichend Conversion-Daten.
  • In der Praxis liefert meist eine Kombination mehrerer Kampagnentypen die besten Ergebnisse.
  • Brand- und Non-Brand-Traffic sollten immer in getrennten Kampagnen laufen.

 

Google Ads ist kein einheitliches Werbesystem. Es gibt acht verschiedene Kampagnentypen, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen, auf unterschiedlichen Kanälen ausgespielt werden und für unterschiedliche Projekte sinnvoll sind. Die sechs relevantesten stellen wir euch hier vor.

Gerade bei größeren Accounts zeigt sich, dass eine Kombination verschiedener Kampagnentypen oft die besten Ergebnisse liefert. Der Grund dafür ist einfach: Jede Kampagnenart übernimmt eine andere Aufgabe innerhalb des Marketing-Funnels. Während manche Kampagnen bestehende Nachfrage abfangen, helfen andere dabei, neue Zielgruppen anzusprechen, Vertrauen aufzubauen oder zusätzliche Reichweite zu erzeugen.

Die sechs relevantesten Google-Ads-Kampagnentypen im Überblick

Suchkampagnen

Suchkampagnen erscheinen direkt in den Google-Suchergebnissen, wenn Nutzer:innen eine konkrete Suchanfrage eingeben. Die bezahlten Ergebnisse werden oberhalb oder unterhalb der organischen Treffer ausgespielt und sind in der Regel als gesponserte Ergebnisse gekennzeichnet.

Sie gehören zu den stärksten Kampagnentypen innerhalb von Google Ads, weil sie genau in dem Moment sichtbar werden, in dem bereits ein konkretes Interesse besteht. Im Unterschied zu vielen anderen Werbeformen unterbrichst du die Nutzer:innen hier nicht, sondern erreichst sie genau dann, wenn sie aktiv nach einer Lösung, einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen.

Gerade für Dienstleistungen, lokale Anbieter oder Unternehmen mit klaren Leistungsangeboten sind Suchkampagnen deshalb oft besonders wirkungsvoll.

  • Gut geeignet für: Dienstleistungen, B2B-Leads, lokale Anbieter, Produkte mit konkreter Kaufabsicht
  • Vorteile: Hohe Kauf- oder Anfrageintention, sehr gut messbar, häufig besonders starke Conversion-Werte
  • Nachteile: Reichweite hängt vom Suchvolumen ab, in manchen Branchen hohe Klickpreise
  • Beispiel: Ein Installateur kann gezielt Suchbegriffe wie „Installateur Wien", „Gastherme Reparatur Wien" oder „Rohrbruch Notdienst Wien" bewerben. Die Anzeigen erscheinen dann genau dann, wenn Nutzer:innen aktiv nach Unterstützung suchen.

Shopping-Kampagnen

Shopping-Kampagnen sind besonders für Onlineshops interessant. Dabei werden Produkte direkt in den Google-Suchergebnissen mit Bild, Preis und Shopname angezeigt. Nutzer:innen erhalten dadurch schon vor dem Klick wichtige Informationen und können Angebote direkt miteinander vergleichen.

Gerade für Shops mit gut präsentierten Produkten, klaren Produktkategorien und sauberem Produkt-Feed sind Shopping-Kampagnen ein sehr effizienter Weg, um kaufbereite Nutzer:innen zu erreichen.

  • Vorteile: Sehr hohe Sichtbarkeit in den Suchergebnissen, Nutzer:innen sehen Produkt und Preis sofort, besonders starke Kaufintention
  • Nachteile: Benötigen einen gepflegten Produkt-Feed im Google Merchant Center, Einrichtung und laufende Datenpflege können aufwendiger sein, bei stark umkämpften Produkten können die Klickpreise deutlich steigen

Performance Max (PMax)

Performance Max ist ein stark automatisierter Kampagnentyp, bei dem Google das eigene Werbenetzwerk kanalübergreifend nutzt. Deine Anzeigen können dadurch gleichzeitig in der Google Suche, im Displaynetzwerk, auf YouTube, in Gmail und im Discover-Feed ausgespielt werden.

Im Unterschied zu klassischen Kampagnen entscheidest du hier nicht im Detail über jeden einzelnen Kanal. Stattdessen stellst du Google verschiedene Assets wie Texte, Bilder, Videos und Zielgruppensignale zur Verfügung. Der Algorithmus kombiniert diese Elemente automatisch und optimiert die Ausspielung laufend anhand der vorhandenen Conversion-Daten.

Performance Max eignet sich besonders für Unternehmen, die bereits aussagekräftige Daten gesammelt haben und ihre Kampagnen über mehrere Kanäle hinweg skalieren möchten. Gleichzeitig solltest du bedenken, dass dieser Kampagnentyp deutlich weniger Kontrolle und Transparenz bietet als klassische Suchkampagnen.

  • Vorteile: Sehr große Reichweite, starke Automatisierung, kann zusätzliche Potenziale erschließen
  • Nachteile: Weniger Kontrolle, geringere Transparenz

Weitere Informationen und Tipps zu Performance-Mxx-Kampagnen findest du in diesem Artikel.

Display-Kampagnen

Display-Kampagnen zeigen Banneranzeigen auf Websites, in Apps und auf unterschiedlichsten Online-Portalen im Google Displaynetzwerk. Dieses Netzwerk umfasst eine enorme Reichweite und ermöglicht es, Nutzer:innen visuell anzusprechen, während sie Inhalte lesen, Apps nutzen oder Videos konsumieren.

Im Gegensatz zu Suchkampagnen suchen Nutzer:innen in diesem Moment nicht aktiv nach deinem Angebot. Deshalb stehen bei Display-Kampagnen oft weniger die direkte Conversion als vielmehr Sichtbarkeit, Markenbekanntheit oder die Wiederansprache bestehender Besucher:innen im Vordergrund.

Besonders im Remarketing spielen Display-Kampagnen weiterhin eine wichtige Rolle. Reine Display-Kampagnen werden heute zwar seltener als alleinige Hauptstrategie eingesetzt, bleiben aber ein sinnvoller Baustein innerhalb eines größeren Kampagnensystems.

  • Gut geeignet für: Branding, Remarketing, Sichtbarkeit
  • Vorteile: Große Reichweite, visuell stark, gut für Wiederansprache geeignet
  • Nachteile: Meist geringere Kaufintention, je nach Setup höherer Streuverlust

Demand-Gen-Kampagnen

Demand-Gen-Kampagnen haben das Ziel, gezielt neue Nachfrage aufzubauen. Während Suchkampagnen Nutzer:innen erreichen, die bereits aktiv nach einer Lösung suchen, sprechen Demand-Gen-Kampagnen Menschen an, die dein Angebot möglicherweise noch gar nicht kennen.

Die Anzeigen erscheinen in aufmerksamkeitsstarken Umfeldern innerhalb des Google-Ökosystems – etwa auf YouTube, im Discover-Feed oder in Gmail. Dabei stehen visuelle Formate wie Bilder, Videos und Karussellanzeigen im Mittelpunkt. Demand Gen eignet sich besonders dann, wenn du deine Marke stärken, neue Zielgruppen ansprechen oder Interesse an einem Angebot aufbauen möchtest. Häufig funktioniert dieser Kampagnentyp am besten in Kombination mit anderen Kampagnenarten.

  • Gut geeignet für: Markenaufbau, neue Zielgruppen, visuelle Produkte oder Dienstleistungen
  • Vorteile: Große Reichweite in YouTube, Discover und Gmail, gut geeignet um neue Zielgruppen zu erreichen, starke visuelle Formate, gute Möglichkeiten zur Zielgruppensteuerung, kann Nachfrage erzeugen bevor aktiv gesucht wird
  • Nachteile: Nutzer:innen suchen meist noch nicht aktiv nach deinem Angebot, Conversion-Raten sind oft niedriger als bei Suchkampagnen, hochwertige Bilder und Videos sind besonders wichtig, funktioniert häufig am besten im Zusammenspiel mit anderen Kampagnentypen

YouTube-Kampagnen

YouTube-Kampagnen spielen Videoanzeigen auf der Plattform YouTube aus – etwa vor, während oder nach Videos sowie im YouTube-Feed oder in den Suchergebnissen von YouTube. Dadurch erreichst du Nutzer:innen in einem Umfeld, das stark visuell geprägt ist und viel Aufmerksamkeit erzeugen kann.

Mit Videoanzeigen lassen sich Produkte, Dienstleistungen oder Markenbotschaften oft deutlich besser erklären als mit reinen Text- oder Bildanzeigen. Wichtig ist vor allem, dass die zentrale Botschaft bereits in den ersten Sekunden klar wird.

  • Gut geeignet für: Branding, Reichweite, Storytelling, erklärungsbedürftige Produkte oder Leistungen
  • Vorteile: Starke emotionale Wirkung, hohe Reichweite
  • Nachteile: Oft nicht sofort conversionstark, gutes Videomaterial ist entscheidend

Welcher Kampagnentyp passt zu welchem Ziel?

Ziel

Empfohlener Kampagnentyp

Konkrete Anfragen oder
Käufe generieren

Suchkampagnen

Produkte im Onlineshop bewerben

Shopping- und
Performance-Max-Kampagnen

Mehrere Kanäle gleichzeitig bespielen

Performance Max

Markenbekanntheit
aufbauen / Remarketing

Display-Kampagnen

Neue Zielgruppen ansprechen

Demand-Gen-Kampagnen

Emotionale Botschaften / Storytelling

YouTube-Kampagnen

Warum eine Kombination oft am besten funktioniert

In der Praxis zeigt sich, dass Unternehmen häufig die besten Ergebnisse erzielen, wenn mehrere Kampagnentypen kombiniert werden. Der Grund: Jeder Typ übernimmt eine andere Aufgabe im Marketing-Funnel.

  • Suchkampagnen fangen gezielt Nutzer:innen ab, die aktiv nach einer Lösung suchen.
  • Shopping-Kampagnen sprechen kaufbereite Nutzer:innen mit konkreten Produkten an.
  • Performance Max erweitert die Reichweite über mehrere Google-Kanäle.
  • Display- und Demand-Gen-Kampagnen bauen Bekanntheit auf und halten die Marke präsent.
  • YouTube-Kampagnen schaffen Vertrauen durch starke visuelle Botschaften.

Durch diese Kombination entsteht ein stabileres Gesamtsystem, das sowohl vorhandene Nachfrage abfängt als auch neue potenzielle Kund:innen erreicht.

Brand- und Non-Brand-Traffic unbedingt trennen

Unabhängig davon, welche Kampagnentypen du einsetzt, gilt eine Regel immer: Brand- und Non-Brand-Traffic sauber voneinander trennen.

Bei Brand-Suchanfragen suchen Nutzer:innen bereits gezielt nach deinem Unternehmen oder deiner Marke. Diese Nutzer:innen kennen dich meist schon und haben oft eine sehr hohe Kauf- oder Kontaktintention. Entsprechend sind Klickraten hoch und Conversion-Kosten meist niedrig.

Non-Brand-Suchanfragen funktionieren anders. Hier suchen Nutzer:innen noch nicht nach einer konkreten Marke, sondern nach einer Lösung, einer Dienstleistung oder einem Produkttyp. Suchvolumen, Klickpreise und Conversion-Raten unterscheiden sich häufig deutlich.

Wenn Brand- und Non-Brand-Traffic in derselben Kampagne zusammenlaufen, verfälscht das die Ergebnisse. Das gilt nicht nur für klassische Suchkampagnen, sondern auch für Performance Max.

Fazit: So wichtig ist die Wahl des richtigen Kampagnentyps

Die Wahl des richtigen Google-Ads-Kampagnentyps ist eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen – und gleichzeitig einer der häufigsten Fehler. Wer den falschen Typ einsetzt oder alle Kampagnen über einen Kamm schert, verschenkt Potenzial und Budget.

  • Suchkampagnen für direkte Nachfrage mit hoher Kaufabsicht
  • Shopping für Onlineshops mit klarem Produkt-Feed
  • Performance Max für skalierbare Reichweite mit ausreichend Datenbasis
  • Display und Demand Gen für Bekanntheit und neue Zielgruppen
  • YouTube für emotionale Botschaften und erklärungsbedürftige Angebote
  • Immer Brand und Non-Brand trennen

Google-Ads-Kampagnen mit ithelps aufsetzen

Als erfahrene Google-Ads-Agentur unterstützen wir Unternehmen dabei, die richtigen Kampagnentypen für ihre Ziele auszuwählen, strategisch aufzusetzen und laufend zu optimieren. Dabei achten wir nicht nur auf Klicks, sondern auf das, was wirklich zählt: qualifizierte Anfragen, Verkäufe und nachhaltiges Wachstum.

Du möchtest wissen, welche Kampagnentypen für dein Unternehmen am besten geeignet sind? Dann nutze unseren kostenlosen Google-Ads-Check – wir analysieren deine Situation und zeigen dir konkrete Möglichkeiten auf.

Häufige Fragen zu Google-Ads-Kampagnentypen

Welcher Google-Ads-Kampagnentyp ist der beste?

Den „besten" Kampagnentyp gibt es nicht – es kommt immer auf das Ziel an. Für direkte Anfragen und Käufe sind Suchkampagnen meist am stärksten. Für Onlineshops sind Shopping-Kampagnen oft sehr effizient. In der Praxis liefert meist eine Kombination mehrerer Typen die besten Ergebnisse.

Was ist der Unterschied zwischen Performance Max und Suchkampagnen?

Suchkampagnen erscheinen ausschließlich in den Google-Suchergebnissen und sprechen Nutzer:innen an, die aktiv nach etwas suchen. Performance Max nutzt das gesamte Google-Netzwerk gleichzeitig – inklusive Suche, Shopping, YouTube, Display, Gmail und Discover. Suchkampagnen bieten mehr Kontrolle, Performance Max mehr Reichweite.

Für wen eignen sich Demand-Gen-Kampagnen?

Demand-Gen-Kampagnen eignen sich besonders für Unternehmen, die ihre Marke stärken oder neue Zielgruppen ansprechen möchten – also Menschen, die das Angebot noch nicht kennen. Sie funktionieren am besten in Kombination mit anderen Kampagnentypen.

Brauche ich für Shopping-Kampagnen zwingend einen Produkt-Feed?

Ja. Shopping-Kampagnen – und auch Performance Max mit Shopping-Anteil – basieren direkt auf dem Produkt-Feed im Google Merchant Center. Ohne gepflegten Feed können diese Kampagnentypen nicht ausgespielt werden. Die Qualität des Feeds hat direkten Einfluss auf die Performance.

Was bedeutet Brand- und Non-Brand-Trennung?

Brand-Suchanfragen sind Suchanfragen, bei denen Nutzer:innen gezielt nach deiner Marke suchen. Non-Brand-Suchanfragen richten sich nach einem Produkt oder einer Dienstleistung ohne konkrete Marke. Werden beide gemischt, verfälscht das die Auswertung – Brand-Traffic hat typischerweise viel höhere Conversion-Raten.

Wie viele Kampagnentypen sollte ich gleichzeitig einsetzen?

Das hängt von Budget, Ziel und verfügbaren Daten ab. Mit kleinem Budget ist es sinnvoll, mit einem oder zwei Typen zu starten – meist Suchkampagnen und gegebenenfalls Shopping. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jeder Kampagnentyp eine klare Aufgabe im Gesamtsystem hat.


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